Was brauchen Ehrenamtliche wirklich?

„Ehrenamt“ – ein Begriff, der klingt wie aus der Verwaltung von gestern. Irgendwie sperrig. Ehrwürdig, ja, aber auch ein bisschen angestaubt. In vielen Gesprächen mit freiwillig Engagierten kam deshalb eine Frage immer wieder auf: Brauchen wir nicht ein neues Wort? Eines, das besser passt zur Vielfalt, zur Selbstbestimmtheit und zum gesellschaftlichen Einfluss des Engagements?

„Gemeinwohlaktivist*in“ war einer der Vorschläge – und er blieb hängen. Weil er deutlich macht, worum es geht: Nicht nur Helfen am Rand, sondern aktives Mitgestalten der Gesellschaft. Nicht nur Lückenfüller für kaputte Strukturen, sondern Menschen mit Haltung, Vision und Mut zur Verantwortung.

Viele Organisationen merken gerade: Das klassische Ehrenamt wandelt sich. Wer sich heute engagiert, will mehr als eine Aufgabe – Sinn, Wirkung und Mitsprache zählen. Wer als Organisation Menschen gewinnen und halten will, sollte mitdenken, wie Sprache Haltung sichtbar macht. Der Begriff „Gemeinwohlaktivist*in“ ist kein Allheilmittel – aber vielleicht ein Anfang.

In meiner Beratung unterstütze ich Organisationen dabei, ihr Selbstverständnis und ihre Außenwirkung weiterzuentwickeln – ob in Leitbildern, auf Flyern oder im Gespräch mit Engagierten. Oft beginnt die Veränderung dort, wo wir anfangen, Dinge anders zu benennen.

Wie nennt ihr diejenigen, die bei euch mitgestalten – und was sagt das über euer Bild vom Engagement?